Parodontitis und Ernährung

So konnte in einer Studie der Universität Freiburg gezeigt werden, dass Probanden mit einer gesunden Ernährung (s. Tabelle 1) signifikant weniger Entzündungen in Zahnfleisch und Zahnhalteapparat aufweisen, als Studienteilnehmer, die vornehmlich Lebensmittel zu sich nehmen, die reich an Kohlenhydraten und gesättigten Fettsäuren sind.

Weiter stellte sich heraus, dass Patienten mit einer gesunden antientzündlichen Ernährung auch langfristig deutlich seltener Zähne verloren, als Patienten mit ungesunder Ernährung.

Betrachtet man die zugrundeliegenden Studien, so ist eine gesunde Ernährung ein hervorragendes Mittel in der begleitenden Therapie einer Parodontitis. Darüber hinaus sind selbstverständlich auch die positiven Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit anzumerken.

 

Entzündungsfördernd

  • Hochglykämische, prozessierte Kohlenhydrate (z.B. zugesetzte Zucker, weiße Mehlwaren)
  • Gesättigte Fettsäuren (z.B. Butter, Käse), Transfette (z.B. erhitzte Fritierfette), Omega-6-Fettsäuren (z.B. Sonnenblumenöl)
  • Ballaststoffarme Lebensmittel (z.B. Zucker, weißes Mehl, Fleisch)
  • Mikronährstoffarme Lebensmittel (v.a. verarbeitete Fertignahrung)

 

Entzündungshemmend

  • Komplexe Kohlenhydrate (z.B. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte)
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Omega-3-Fettsäuren (z.B. Leinöl, Leinsamenschrot, Chiasamen, Walnussöl, fetter Seefisch)
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel (z.B. Gemüse, Obst, Vollkorn)
  • Mikronährstoffreiche Lebensmittel (z.B. Gemüse, Obst), Vitamine, Mineralien, Spurenelemente